GIO-Whitepaper über B2B-Ökosysteme: Standardisiert, interoperabel und profitabel

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Von Nils Klute, IT-Fachredakteur und Projektmanager Kommunikation Cloud Services bei EuroCloud Deutschland_eco e.V.

Innovationen fördern und Geschäftschancen ausschöpfen – überall dort, wo Unternehmen sich in plattformbasierten Ökosystemen engagieren, profitieren alle Markt-Teilnehmer. Ein neues Whitepaper der Global Industry Organizations (GIO) zeigt die Erfolgsfaktoren auch am Beispiel von Service-Meister.

Geschäftsmodelle datenbasiert weiterentwickeln und digitale Dienste offen und interoperabel über Plattformen bereitstellen – Anbieter wie Netflix, Amazon, Facebook und Apple machen vor, wie es gehen kann. Mit digitalen Services und innovativen Abodiensten teilen sie die Welt unter sich auf. Die Basis ihres Erfolgs: florierende Ökosysteme und Märkte, die gerade dadurch an Attraktivität gewinnen, indem sie Nachfrage und Angebot gleichzeitig wachsen lassen.

Egal, ob Filme, Bücher, Elektroartikel oder Nachrichten aus dem Freundeskreis – was den Erfolg von Plattformen im B2C-Markt bedingt, unterscheidet sich kaum von der B2B-Welt. „Platform models open up new opportunities for many different stakeholders, mediated through a platform which allows consumers and providers to transact freely”, hält ein aktuelles GIO-Whitepaper fest, das sich mit der Rolle von Ökosystemen im B2B-Segment beschäftigt. „This approach has powered the success of massive organizations such as Amazon and eBay, but has also been effectively used to create opportunity within much narrower market niches.”

Partner machen Plattformen wertvoller und attraktiver

Innovationen fördern und Chancen ausschöpfen – überall dort, wo Unternehmen von plattformbasierten Ökosystemen profitieren, wächst das Geschäft aller Markt-Teilnehmer organisch mit. Dabei gilt: Je mehr Partner sich engagieren, desto wertvoller und attraktiver wird die Plattform für jeden. Und je größer die Rolle, die Standards und offene Ökosysteme dabei spielen, desto tiefer und übergreifender integrieren sich Unternehmen, Anbieter, Dienste und Services. „This allows the emergence of greater levels of modularity of the various component parts”, halten die GIO-Autor:innen fest, „and allows us to move up the vertical axis towards more of an open market model.”

Geschäftsmodelle vertikalisieren und digitalisieren

Warum das notwendig ist: Weil sich die Digitalisierung in traditionellen Branchen wie etwa dem Automobil- und Maschinenbau schwieriger als anfangs gedacht herausstellt, wie eine Studie von McKinsey zeigt. Um die eigenen Geschäftsmodelle weiter zu vertikalisieren, müssen sich Know-how, Technologien und Lösungen von Providern integrieren lassen – und das reibungslos. „The real power of the disruptive technologies to transform vertical industries will only be realized when the various different players within the ecosystem can coordinate their capabilities to maximize value as part of a business ecosystem”, stellt das Whitepaper heraus.

Technologien interoperabel integrieren

Offene Plattformen, die digitale Technologien interoperabel integrieren, um Märkte weiter zu vertikalisieren und alle Teilnehmer:innen profitieren zu lassen – laut GIO-Whitepaper ist das künstlich intelligente Ökosystem von Service-Meister dafür aufgestellt. „The expectation is that economic advantage can be generated for SMEs by using Reference Architectures and AI-as-a-Service platforms, made available via the open service master platform”, hält die Case Study zu Service-Meister im Whitepaper fest. “This will create a low-threshold access to AI technology and a service ecosystem leading to reduced overall costs for service suppliers and at customer sites.”

Wie offene Plattformmärkte auch Daten zum Fließen bringen und welche Rolle standardisierte Referenzarchitekturen sowie verteilte Datenökosysteme wie Gaia-X dabei spielen – Antworten gibt das GIO-Whitepaper: Industry-Specific Ecosystems, das sich online herunterladen lässt. Die GIO-Initiative geht auf Huawei zurück. Der Technologiekonzern hatte die Organisation im Jahr 2018 gestartet, um den Austausch zu technologischen und gesellschaftlichen Fragen zu fördern.

Bildnachweis: iStock-1311253708


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