Eine offene KI-Plattform für alle Serviceprozesse: das ist das Ziel von Service-Meister. Um KI-Funktionen zu entwickeln, setzt das Projekt auf sechs Schnellboote, die nicht nur Herausforderungen im Industrieservice lösen – sondern nebenbei auch drängende Fragen des Klimawandels beantworten.

Das Schnellboot KROHNE / inovex

Wasserstände aus der Ferne im Blick behalten, Abflussmengen bestimmen und Probleme erkennen

KROHNE arbeitet als Experte für Prozessinstrumentierung und -automatisierung eng mit Kunden unterschiedlicher Branchen und Industrien zusammen. Um auf unvorhergesehene Ereignisse rechtzeitig und angemessen reagieren zu können, braucht es eine smarte Echtzeitüberwachung, die es unseren Kunden erlaubt, ihre Prozesse auch aus der Ferne zuverlässig im Blick zu behalten. Dies ermöglicht KROHNE mittels eines umfassenden Portfolios Internet-of-Things-fähiger Sensoren, sowie einer entsprechenden IoT-Plattform. Diese IoT-Lösung wird in Service-Meister gemeinsam mit dem IT-Projekthaus inovex smart weiterentwickelt.

Dazu bilden KROHNE und inovex eines von sechs Schnellbooten. Beide Partner wollen in ihrem Use Case KI-Funktionen realisieren und allen Nutzern der Plattform von KROHNE anbieten. Die neuen Module sollen beispielsweise Sensordaten mit KI-Methoden visualisieren, Störungen vorhersagen und die Einsatzplanung optimieren. Das Ergebnis: intelligentere Managementsysteme für alle Nutzer der IoT-Plattform.

Zu den beiden Firmen:

inovex ist ein innovations- und qualitätsgetriebenes IT-Projekthaus mit dem Leistungsschwerpunkt „Digitale Transformation“. Über 350 IT-ExpertInnen unterstützen Unternehmen umfassend bei der Digitalisierung und Agilisierung ihres Kerngeschäfts und bei der Realisierung von neuen digitalen Use Cases.

KROHNE ist Ihr zuverlässiger Partner für Prozessinstrumentierung und -Automatisierung. Als unser Kunde profitieren Sie von unserer Fähigkeit, für Ihre Anwendungen die passenden messtechnischen Lösungen zu finden. Wir bieten ein komplettes Produktportfolio, branchenspezifische Systemlösungen und ergänzende Services.


Das Schnellboot WÜRTH / grandcentrix

Serviceprozesse beschleunigen, Störungen remote erkennen

Innovationen für den Einzelnen, die später der Allgemeinheit nutzen – das ist die Idee von Service-Meister. Und auch die Idee im Use Case von Montageexperte WÜRTH und Digitalisierungspartner grandcentrix. Die nächste Generation Powertools von WÜRTH sind Werkzeuge, die erstmals vernetzt sind, somit Daten sammeln und übermitteln können. Diese Informationen lassen sich analysieren, um Serviceprozesse zu beschleunigen und Störungen aus der Ferne zu erkennen.

Der Use Case setzt dafür auf Predictive Maintenance: durch die Auswertung von Maschinendaten lässt sich zukünftiger Wartungsbedarf frühzeitig vorhersagen. So können Störungen und Ausfälle vermieden und der Wartungsvorgang effizienter gestaltet werden.

Neben echten und simulierten Gerätedaten ist die Serviceorganisation von Würth eine zentrale Datenquelle: Ob per Telefon, E-Mail oder Website – die Servicemeldungen erhalten wertvolle Informationen, mit denen zukünftige Reparaturen und Wartungen optimiert werden können.

Zu den beiden Firmen:

Würth ist Weltmarktführer im Vertrieb von Produkten der Befestigungs- und Montagetechnik. Die Würth-Gruppe besteht aktuell aus über 400 Gesellschaften in mehr als 80 Ländern und beschäftigt über 77.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die Würth-Gruppe einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro

grandcentrix ist IoT Solution Provider für Smart Products, Internet of Things, Smart Home und Smart Energy. Mit seinen über 200 Mitarbeitern an den Standorten Köln und Dortmund deckt grandcentrix die vollständige Technologie- und User-Experience-Expertise für zukunftssichere IoT-Großproduktionen ab.


Das Schnellboot Open Grid Europe / USU

Anomalien erkennen, Servicebedarf prognostizieren

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Probleme automatisch klassifizieren und remote lösen: Open Grid Europe transportiert Erdgas durch sein 12.000 Kilometer langes Fernleitungsnetz. Der Netzbetreiber ist dazu verpflichtet, seine Kraftwerks-Kennzeichnungs-Systeme qualitätsgesichert aus der Ferne zu überwachen. Dazu betreibt Open Grid Europe ein eigenes Competence Center, das in den Datenströmen aller rund 850 Sensoren Auffälligkeiten entdecken soll. Gemeinsam mit USU Software, dem größten europäische Anbieter für IT- und Knowledge-Management Software, möchte Open Grid Europe sein Monitoring mit KI weiterentwickeln. Das Ziel: das Service-Knowledge-Management verbessern, Anomalien automatisch erkennen und Wartungsbedarf prognostizieren. Zudem sollen Techniker mit KI-basierten Chatbots auch komplexe Probleme lösen.

Zu den beiden Firmen:

OGE Die Open Grid Europe GmbH OGE (bis Ende August 2010 E.ON Gastransport GmbH) mit Sitz in Essen ist ein Fernleitungsnetzbetreiber für Erdgas. OGE betreibt in Deutschland das größte Fernleitungsnetz mit einer Länge von rund 12.000 km, u. a. über seine Beteiligungen an den Pipelines MEGAL, TENP, NETRA, DEUDAN etc. OGE ist Teil des Marktgebiets NetConnect Germany.

Die USU Gruppe ist der größte europäische Anbieter von IT- und Enterprise-Service Managementlösungen. Dabei kann die USU als einziges Unternehmen am Markt fertige Lösungen für alle Bereiche des technischen Service vorweisen.


Das Schnellboot Trumpf / USU

Probleme automatisch diagnostizieren, Wartungskosten reduzieren

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Serviceeinsätze effizient planen, Maschinendaten automatisch diagnostizieren – das sind Ziele im Schnellboot von TRUMPF und USU Software. Denn: Werkezugmaschinen von TRUMPF sind komplex, Betriebs- und Wartungskosten beeinflussen die Entscheidung der Käufer. Die Lösung liefert die richtige Kombination aus Sensorik, Diagnoseverfahren und KI-Know-how. So sollen die Maschinen selbstständig Probleme diagnostizieren und analysieren können, um Ergebnisse an eine Cloud-Plattform zu transferieren, wo sie sich differenziert auswerten lassen. Die Folge: Wartungstickets lassen sich automatisieren und Informationen in einem kontinuierlichen Lern- und Verbesserungsprozess nutzen. Das steigert die Anlagenverfügbarkeit und reduziert Wartungskosten.

Zu Trumpf

Trumpf. Die Produktionstechnik weiter zu entwickeln, sie wirtschaftlich, präzise, zukunftssicher und vernetzt zu gestalten – das ist unsere Aufgabe. Wir sind Markt- und Technologieführer bei Werkzeugmaschinen und Lasern für die industrielle Fertigung und wirken mit unseren Innovationen in nahezu jeder Branche.



Das Schnellboot KEB / USU

Außeneinsätze planen, Ersatzteile beschaffen

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Servicedaten effizient sammeln, in Echtzeit automatisch auswerten und kontextbezogen bereitstellen – der Use Case von Antriebsexperte KEB und USU Software setzt auf einen umfangreichen Informationspool. Das Schnellboot verarbeitet nicht nur Daten aus Sales, Service und Kundenkommunikation, sondern zudem Fehlerbeschreibungen und Liveereignisse wie Alarmmeldungen und Maschinenzustände. Ob Video, Augmented Reality oder Chatbot – Ergebnisse der KI-Analysen sollen sich, je nach Serviceanwendung, in unterschiedliche Tools integrieren lassen. Automatisch sollen Techniker so Unterstützung erhalten. Und Recommender-Engines sollen dabei helfen, Außendiensteinsätze zu planen und Ersatzteile zu beschaffen.

Zu KEB

KEB hat sich seit der Gründung 1972 bis heute zu einem weltweit agierenden mittelständischen Unternehmen entwickelt, für das mehr als 1.400 Menschen; über 900 davon am Hauptsitz Barntrup in Ostwestfalen – arbeiten. KEB entwickelt, produziert und vertreibt eine breite Produktpalette aus Komponenten der industriellen Automatisierungstechnik mit dem Fokus auf elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik.



Neu:
Das Schnellboot ESW / inovex / BHT

Verkürzung von fehlerbedingten Maschinenstillständen durch die Verwendung von Wartungsdaten

Ein wichtiger Punkt bei der Optimierung der Produktion ist die bessere Planung und Durchführung von Wartungsarbeiten. Durch Maschinenausfälle entstehen große Umsatzeinbußen. Daher besteht großes Interesse den fehlerbedingten Stillstand von Maschinen so kurz wie möglich zu halten.

In den meisten mittelständischen Produktionsunternehmen werden Servicetechniker bei einem Fehler an der Maschine gerufen. Durch den wachsenden Fachkräftemangel kann es hier zu langen Wartezeiten und somit längeren Stillständen der Maschinen kommen. Um dieses Problem zu lösen, entwickelt die esw GROUP zusammen mit inovex ein intelligentes Service Ticket System, das den Mitarbeitern in der Produktion mögliche Problemlösungen für ein aufgetretenes Problem liefert. Dabei wird unter anderem Natural Language Processing (NLP) eingesetzt. Zusätzlich unterstützt das KI-System den Mitarbeiter bei nicht sofort lösbaren Problemen die Kategorie (Mechanik, Elektrik,…) zu bestimmen, um so den richtigen Servicetechniker rufen zu können. Durch die Nutzung des Systems entstehen mit der Zeit wertvolle Datensätze, die Informationen über die Häufigkeit und Art des Fehlers an einer Maschine beinhalten. Diese Informationen sind für die Hersteller industrieller Maschinen von großem Wert. So können die Hersteller Informationen zu dem tatsächlichen Nutzungsverhalten der Kunden gewinnen und auch die eigene Produktqualität steigern, sowie Qualitätslücken aufdecken.

Zu den drei Firmen

inovex ist ein innovations- und qualitätsgetriebenes IT-Projekthaus mit dem Leistungsschwerpunkt „Digitale Transformation“. Über 450 IT-Expert:innen unterstützen Unternehmen umfassend bei der Digitalisierung und Agilisierung ihres Kerngeschäfts und bei der Realisierung von neuen digitalen Use Cases.

Die esw GROUP ist eine familiengeführte, mittelständische Unternehmensgruppe, die sich auf die Herstellung von sicherheitsrelevanten Komponenten für diverse technische Anwendungen spezialisiert hat. Mit anspruchsvollen und qualitativ hochwertigen Metall-Kunststoff-Produkten wurde die esw GROUP in über sechs Jahrzehnten zu einem verlässlichen Partner in der Automobil-, Nutzfahrzeug- und Bauindustrie.

DIe Berliner Hochschule für Technik (BHT) bietet das größte ingenieurwissenschaftliche Studienangebot in Berlin und Brandenburg. Mit rund 13.000 Studierenden zählt die BHT zu den größten Fachhochschulen Deutschlands. Dabei steht die BHT für ein berufsorientiertes, zukunftssicheres Studium und setzt den Wissens- und Technologietransfer zwischen Hochschule und Unternehmen in den Vordergrund.