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Mit Service-Meister gegen Fachkräftemangel im technischen Service

KI Service - Industrie 4.0

Mit Service-Meister gegen Fachkräftemangel im technischen Service

René Bernard vom eco Verband führte das folgende Interview mit PD Dr. Fred Jopp.

Fachkräfte sind rar. KMUs sollten konsequent auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz setzen, um Wartungsaufgaben auch zukünftig zuverlässig erfüllen zu können, erläutert Fred Jopp. Er ist bei der USU Gruppe, die auch eco Mitglied ist, Head of Industrial Project Management – und damit nah dran an den unternehmerischen Problemen bei der Umsetzung von Use-Cases.

Herr Jopp, warum sind Fachkräfte so schwer zu finden?

Unternehmen stehen zunehmend unter einem starken Konkurrenzdruck, geeignete MitarbeiterInnen zu finden. Ein Trend, der insbesondere bei Fachkräften sehr stark zugenommen hat. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist das Ringen um Fachkräfte ein riesiges Problem. Bei uns in Baden-Württemberg hat die Situation dramatische Züge angenommen: in gemeinsamen Gesprächen mit dem eco Verband und den lokalen Handswerkskammern wurde uns nochmal die Problematiken verdeutlich, die sich aus der kleinteiligen Unternehmensstruktur im Land ergeben. So gibt es bei uns mehr als 470.000 Unternehmen, von denen mehr als 90 Prozent in Klein- und Kleinstbetrieben von 1-9 Beschäftigten arbeiten. Diese Unternehmensgruppe trifft der Fachkräftemangel aufgrund der MitarbeiterInnen-Struktur am heftigsten. Hier liegen in Bezug auf Fachkräfte die wirklichen Engpassberufe.

Wie lässt sich diese Problematik lösen?

Für die KMU brauchen wir Lösungen, die auch alternative Wege gehen. Das Forschungsprojekt Service-Meister entwickelt daher KI-basierte Tools, mit denen es zukünftig auch möglich sein wird, diese angespannte Fachkräftesituation digital zu entspannen.

Wie sieht das genau aus?

Wir erarbeiten zunächst die  Grundlagen gemeinsam mit starken Use-Case-Partnern aus dem Land, wie der TRUMPF GmbH und Co. KG aus dem Bereich Werkzeugmaschinen oder der Atlas Copco IAS GmbH, die Klebetechnologien, Stanzniet- und Fließlochschrauben herstellen, die in der Automotivebranche zum Einsatz kommen. Ein wichtiges Projektziel ist die Schaffung und Bereitstellung eines Service-Ökosystems, das wir ab 2022 für alle deutschlandweit zur Verfügung stellen werden. Hiervon werden dann gerade diejenigen KMU profitieren, die nicht aus eigener Kraft eine Digitalisierungsabteilung für Servicedienstleitungen aufbauen können.

Herr Jopp, vielen Dank für das Interview!

PD Dr. Fred Jopp, Head of Industrial Project Management, USU—Katana Big Data Analytics

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