Da geht die Reise beim Service von Industrie 4.0 hin

KI Service - Industrie 4.0

solutions

Von Ralf Schädel, IT-Redakteur und Projektmanager Cloud Services und Gaia-X bei eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.

Der Kongress für Digitale Transformation solutions: bot an drei Tagen im Hamburger Kulturzentrum Kampnagel das Who’s who der deutschen Digitalbranche auf. Service-Meister präsentierte den rund 1.500 erschienenen Teilnehmer:innen, wie KMU mit einem KI-basierten Ökosystem ihren Service optimieren können. Die Resonanz war groß, die Chance zum Networken wurde von vielen genutzt.

Das geänderte Konzept der solutions: fand großen Anklang bei den Kongressbesucher:innen. In diesem Jahr gaben die Veranstalter erstmals die Themenbereiche zum überwiegenden Teil vor, die Hosts und Expert:innen organisierten ihre Vorträge und verantworteten die nötigen Netzwerkeffekte selbst. Das Projekt Service-Meister hatte mit seinen Inhalten und seinem Format den Nerv offensichtlich voll getroffen. Denn viele Interessierte fanden den Weg in den Alabama Kinosaal zu der zweistündigen Vorstellung von Service-Meister und zu intensiven Gesprächen im Anschluss im Westfoyer der Hamburger Kampnagel-Hallen.

Anschaulicher KI-Einstieg per Avatar

„Aller Anfang muss nicht schwer sein. KMU können mit einem KI-basierten Ökosystem ihren Service schnell und unkompliziert verbessern.“, erklärte Moderatorin Christine Neubauer, Projektmanagerin vom eco – Verband der Internetwirtschaft, den Kongressteilnehmer:innen. Wie so ein Einstieg in die Künstliche Intelligenz (KI) konkret abläuft und wie sich firmeninternes „Service-Wissen“ besser nutzen und vermarkten lässt, veranschaulichte der eigens für ein Lernprogramm entwickelte Avatar namens „Gloria“.

Das Potenzial von KI

KI stellt dabei die Basis für neue Ideen zur Kundenbindung und zur Erweiterung des Geschäftes. Sie unterstützt Fachkräfte, den Service auf ein neues Level zu heben. Wie sich konkret Service-Prozesse mit KI ausstatten lassen und was beim Datenaustausch mit Geschäftspartnern zu beachten ist, erfuhren die Zuhörer:innen exklusiv von den Praxispartnern in Impulsvorträgen.

Praxisberichte veranschaulichen den KI-Einsatz

Dr. Gregor Steinhagen, Leiter Technologie- und Produktentwicklung bei der fabforce GmbH & Co. KG,referierte zum Thema „Formen, Bohren, Data Science? – Wie sich KI-Werkzeuge produktiv einsetzen lassen“. Er stellte in seinem Vortrag einfache Beispiele vor, in denen mit geringem Aufwand große Potenziale möglich sind. Mathias Einck, Teamleiter Analytics und Reporting bei der Open Grid Europe GmbH, ließ keinen Zweifel daran, dass KI einen wesentlichen Beitrag zur „Intelligenten Überwachung des kathodischen Korrosionsschutzes“ bei dem sicheren und effizienten Betrieb von Rohrnetzen, komplexen Versorgungseinrichtungen oder Industrieanlagen leisten kann.

Korbinian Weiß, Team R&D Manager bei TRUMPF Werkzeugmaschinen SE + Co. KG, erklärte die „Remote production – Wie eine Werkzeugmaschine komplett aus der Ferne betrieben werden kann“. Fabian Meyer, Informatik Data/Machine Learning Engineer bei inovex GmbH, lud mit seinem Beitrag „Anomalie, Detektion und Natural Language Processing für das Industrial Internet of Things“ zur anschließenden Panel-Diskussion ein.

Intensiver Austausch am Stand

Ein intensiver Austausch am Stand fand über Synergien und die konkrete KI-Nutzung statt. Insbesondere richtete sich das Interesse an Service-Meister auf mögliche Wertschöpfungsketten und die sichere und ausreichende Datenübertragung bei KI-Anwendungen, auf die Vermittlung optimierter KMU-Lösungen für Telekommunikations-, Internet-, Cloud- und Data-Technologien.

Eine ganz konkrete Anfrage, als Use Case in das Projekt einzusteigen, gab es aus dem Bereich der „Gebäudefernwartung“. Wie die solutions: gezeigt hat, wird die „Alexa für den Blaumann“ zunehmend zur „Blaupause für Industrie 4.0“.

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